Archiv der Kategorie: Regenbogenfamilie

Paulines Einschulungs-Tag

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Unbannt

Feiert „man“ den Schulanfangs-Tag eines Kindes, das vor sechseinhalb Jahren bei seiner Geburt gestorben ist? Heute bin ich dankbar und stolz, dass wir so verrückt sind, das zu tun. Denn es waren zwei so wunderschöne Tage, mit so viel Nähe zu unserer „Großen“ und Bedeutung für sie, wie schon lange nicht mehr. Und mit zwei tief berührenden Erfahrungen, die wieder einmal – wie auch schon lange nicht mehr – dicht spürbar geworden sind: wie wir umgeben sind von lieben Menschen, die mit uns aktiv teilen, was unaussprechlich ist und uns, fast auf Zuruf, spontan zur Seite springen und da sind. Und das Gefühl von Stolz, Eltern unserer Pauline zu sein. Stolz auf das Kind, das wir die Absicht gehabt hatten, jetzt in die Schule gehen zu lassen. Stolz auf unsere große Tochter.

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Dieser innere Stolz überfiel mich gestern unerwartet in einer klaren, heftigen Sekunde, als wir – auch verrückt – hinten im ökumenischen Einschulungsgottesdienst unseres Ortes in der Kirche standen und dabei sein wollten. Sehen, wie das ist, als Eltern von Pauline dabei sein, uns mit den lebenden Kindern dieses Jahrgangs konfrontieren. Diesen Schritt im Leben von Eltern mitgehen, bei dem ein Kind wieder ein Stück mehr losgelassen werden muss. Auch ein Trauerkind wächst weiter und wird groß.

Das letzte Mal hatte ich dieses heftige Gefühl von Stolz gehabt, als die Liebste und ich bei der Vorbereitung von Paulines Beerdigung geübt haben, den – in der Übung noch imaginären – kleinen Sarg von der Kapelle über die Friedhofswege zur Grabstelle zu tragen. In der Übung und dann einen Tag später auch im wirklichen Tun. Als wir, wie selten und kostbar  für uns, „öffentlich“ sichtbar waren als Eltern dieses Kindes. Die Liebste erinnerte mich daran, dass sie schon bei Paulines Geburt gedacht hat: ich werde zum Einschulungsgottesdienst gehen!

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Den Einschulungsgottesdienst mitzuerleben war, auch wenn der Gedanke vielleicht nahe liegt „wieso ziehen die sich das ´rein?“, richtig gut. Und so ein Lied, das der Gemeindekinderchor sang: „Du bist ein Voll-, Voll-, Volltreffer Gottes, ein Volltreffer Gottes bist Du“ ist uns (die wir sonst durchaus distanziert den poetischen Ausbrüchen der zeitgenössischen Kirchenmusik gegenüber stehen) ein Ohrwurm geworden. Diesen Gedanken auch auf meine nicht mehr lebende Tochter mit ihrem ihr eigenen Weg zu beziehen hat mich zum Weinen gebracht aber auch in mir wieder meine Akzeptanz ihres Weges aufleuchten lassen.

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Und heute kamen die (erst vor wenigen Tagen oder auch erst gestern eingeladenen) FreundInnen zu Besuch und wir kochten im Garten über dem offenen Feuer zum ersten Mal im neuen Feuertopf (besonders die Männer waren begeistert davon, sogar der Nachbar, der vorbei kam;-) eine blubbernde Suppe, backten Stockbrot und fuhren und wanderten dann, sieben Erwachsene und fünf Kinder, auf die Höhe über unserem Ort zum dortigen offenen Waldklassenzimmer. Als ich vor einer Woche überlegt hatte, was ich an diesem Tag machen will, leuchtete ein Bild  vor meinem inneren Auge auf und da wusste ich: ich will was tun und diesen Tag aktiv begehen! Für Pauline einen bunten Blumenstrauß und eine Kerze auf einen der Schultische der Waldschule bringen…

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die kleine Dame beklebte bunt und fröhlich eine Schultüte mittlerer Größe (und bestand auch darauf das allein zu tun), die Liebste nähte einen Bezug dafür, aus dem wir jetzt ein Kissen machen können, während die „innere“ bunt beklebte jetzt in Paulines kleinem Garten liegt, ich kaufte Blumen bei einer Frau mit prächtigem Garten in unserem Ort und machte daraus einen bunten Kranz mit einer Minischultafel, auf der mit weißer Schrift ein Gruß steht und der um die Kerze stehen sollte.

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Im Waldklassenzimmer suchte die kleine Dame den Platz aus, der Paulines sein sollte, wir schrieben einen Gruß auf die Kerze, legten die leuchtend gelb-orange Schultüte dazu und dann gab es das mitgebrachte Kaffee-Picknick (u.A. Möhren-Muffins mit ausgeschnittenen Schultütchen drauf). Die Kinder spielten und malten, balancierten und die Großen quatschten und plauderten.

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Leicht und fröhlich war das.

Und weils auch lecker war, hier das Rezept für die weltbeste Karamel-Kuchenglasur (ausreichend für ca. 25 Muffins, für einen runden Kuchen kann es halbiert werden): 10 EL braunen Zucker mit 4 EL Butter und 4 EL Milch in einer Pfanne für 3 Minuten kochen. Noch heiß über die Muffins (hier hatten wir Möhren-Mandelkuchen-Teig verwendet, zu dem die Glasur auch ursprünglich gehört) geben und dann trockenen lassen. Schmeckt soft knisternd nach Karamel-Toffee-Bonbons!

Ein Teil des Besuches musste gehen, es war schon Abend geworden, mit dem Rest brachten wir die Papp-Schultüte in Paulines Garten auf den Friedhof und mit einem weiteren Rest heizten wir die Suppe überm Feuer nochmal für den Abend auf und sprachen im dunkel Werden über den großen Reichtum, den Kinder im Leben bedeuten können und über die vielen Wege, die Menschen nach dem frühen Verlust eines Kindes gegangen sind und gehen, um doch noch andere Kinder in ihrem Leben willkommen heißen zu dürfen. Und über den Segen, den auch die Gegangenen von woanders her vielleicht dazu geben. Und das Vertrauen, das nötig ist. Und über die Täler und Höhen auf diesen Wegen.

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Die kleine Dame und die kleine Tochter des Besuchs hörten wir in der Zeit von drinnen vor Entzücken quietschen, weil sie dort drei Folgen „Die kleine Prinzessin“ gucken durften. Welch ein Glück!

 

P.S.: Weil das immer, aber auch am Sonntag eine große Freude ist und diese zwei Tage auch eine waren, verlinke ich diesen Artikel jetzt noch schnell als Sonntagsfreude bei Kreativberg und wegen der super-Karamel-Fudge-Kuchen-Glasur morgen bei Mmmonday und wegen des Blumenkranzes, den ich in eine Kranzform aus Zink in Steckschaum gesetzt habe, auch bei der schönen Aktion Fridayflowers.

Zurück von der Insel

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Schmeichelstein

Wieder zurück von der großen Insel ist mein Kopf voller Bilder. Sie ist frühlingshaft, jetzt. Nicht nur Meer mit Wellen und Wind, Sand, Steinen und Holz, auch Bäume und Blumen waren überall präsent.

Strand:

Strandbilder

Verwittertes Holz am Meer  – die Buchen fallen mit den Kliffabbrüchen an den Strand hinunter und werden von Wasser, Salz und Wind grau-silbern. Die Muster und Linien im Holz werden wichtig und vor allem am Holz der Wurzeln bizarr.

Strandhölzer I

Strandholz II

Die alten Buchenwälder werden dort jetzt mit einem wirklich gelungenen und tollen Naturerbe-Zentrum gefeiert – samt Baumwipfelpfad und einem architektonisch unglaublichen Holzturm – und das alles barrierefrei. Über den Höhenpfad mit kleinen Kletterherausforderungen (optional)…

Naturerbezentrum Rügen Baumwipfelpfad Kletterspiele

 

 

 

 

 

 

 

gelangen wir zu diesem Turm – ohne Stufen, mit angenehm allmählicher Steigung, luftig, hölzern-fest und flexibel wie ein Baum. Von oben wunderbarste Aussicht auf Meer, Bodden, den fürchterlichen Koloss von Prora – ein Relikt des nationalsozialistischen Größenwahns, der jetzt schon lange im Wandel ist – und auf, natürlich, die Alten Buchenwälder. Ja, mit großem A, so schreibt man es auf Rügen respektvoll. Quasi als Eigenname, seit es in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Naturerbezentrum Turm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Naturerbezentrum Rügen 2

 

 

 

 

 

 

Der hölzern-stählernde Turm windet sich um eine schmale Buche herum. In jedem Stockwerk trifft man auf ein Vogelnest-Modell – ein Hinweis darauf, dass jede Vogelart eine bestimmt Höhe braucht, um Nistplätze zu finden.

Und die Wälder sind licht und voller Leben – wirklich Grund, sie so zu feiern.

Buchenstämme

Hier gucken Buschwindröschen über die Kante hinab aufs Meer, Moose breiten sich aus, an vielen, vielen Bäumen tummeln sich Weinbergschnecken aller Größen und der Sauerklee blüht:

Buchenwald nah

Uns hat der wunderbare, weite Spaziergang oben an der Steilküste der Kreidefelsen entlang durch den Wald jedenfalls ganz vergnügt werden lassen und ich malte mit einem gefundenen, weichen Kreidestück lauter alberne Sachen an Bäume und Steine…

an alle Schneckenbäume eine Schnecke…

Schneckenbaum

 

umfalltStein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, und wir haben uns auch darüber hinaus kreativ ausgetobt – natürlich weniger als gewollt (immerhin hatte ich einen ganzen kleinen Trolley voller Papiere, Farben, Blöcke… mitgenommen). Eine kleine Auswahl der Produkte:

Angebot einer Touristenbibliothek an Kinder – Strandbilder basteln – mit vorher von uns gesammelten Fundstücken. Wir also hin (weiter Weg) und es hat uns viel Spaß gemacht, die kleine Dame beim Kreieren zu beobachten und ihr zu assistieren. Sehr fein: die hatten dort Glitzerglassteine als Zusatz…Mädchentraum!

Strandbild

Ungewöhnliche Zeichen- und Malgründe:

 

Zeichnen

Wasserfarben auf Füßen

Falten nach einem antiken Buch, das ich von meiner Großmutter geerbt hatte, „Die Fröbelschen Beschäftigungen: das Falten“. Die Prototypen habe ich nachts gebastelt, in Druckbuchstaben beschriftet (das kann die kleine Dame nämlich schon lesen) und mit (ebenfalls mitgebrachtem) washitape an die Wänder der Ferienwohnung gepappt (sorry, Vermieterin, aber es ist „rückstandslos entfernbar“ – das hat wirklich geklappt!). In den nächsten Tagen haben wir dann Vieles zusammen nachgefaltet – bis die kleine Dame eine eigene Faltform entwickelte: den Hund (Gesicht ist in gelb aufgemalt, sehr süß, hier leider nicht gut zu erkennen)!

 

Fröbelsche Beschäftigungen Faltender Hund

 

 

 

 

 

Und mein Scherenschnitt-Kollage-Portrait unserer Regenbogenfamilie im Urlaub (am Hochufer) – entstanden am Tag des 9-jährigen Zusammenseins mit der Liebsten (das nur so zu Erklärung, in Wirklichkeit sitzt die kleine Dame nämlich meistens zwischen uns, darauf achtet sie sehr!):

Papierbild

Außerdem hab´ ich noch ein Regenbogen-farbiges Bild mit am Strand gefundenen Treibgut-Müll gebastelt, das der kleinen Dame so gefiel, dass sie fortan immer Regenbögen malen wollte (und Müll sammelte: mit Begeisterung). Unglaublich: auf unserer Rückfahrt nach Hause haben wir in der goldenen Abendsonne einen echten gesehen!

 

 

 

 

Auf einer Radtour zum wilden Nordstrand kamen wir an einer urzeitlichen Grabanlage vorbei. Uralte Steine – zum so genannten „Hünenbett“ gelegt. In deren Mitte eine riesige, knorrige Wächterin: Weißdorn.

 

 

 

 

 

 

 

Erinnerung an die südenglischen Steinkreise, die mich mal so beeindruckt haben.

Im winzigen in eine kleine Bucht gebetteten Fischerdorf Vitt kamen wir mit den Fahrrädern erst an, als die Touristenströme schon wieder abgezogen waren. Im Abendlicht verweilten wir am stillen kleinen Hafen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick auf den Leuchtturm von Kap Arkona.

Die kleine Dame hatte sich wochenlang auf den Königsstuhl gefreut – keine Ahnung, was sie sich vorstellte, aber nachdem wir es ihr häufig gesagt hatten, hörte ich sie eines Tages ihren Puppen erklären: der Königsstuhl ist ein Felsen!

Kleine Dame am Königsstuhl

Blick die wirklich steilen Kliffabbrüche hinab auf die winzigen Menschen unten am Strand…

Kunst mit Durchblick auf Hiddensee…

 

 

 

 

 

 

 

BoddenblickBlick über eines der vielen Boddengewässer

 

 

 

Die Meerkiefer an „unserem“ Strand rundet ihre Arme

 

 

Und in unserem verschlafenen Urlaubsnest hängen Sinn-Spruch-Schilder. Diese Zeilen begleiten mich diesmal nach Hause – und vielleicht sagen sie ja auch Euch ´was:

SchildDanke fürs Lesen und eine schöne Frühlings- und Nachosterzeit!

12 aus 12 im September 2013

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Wieder einmal 12 Fotos vom 12. Tag eines Monats nach einer Idee von Caro (draussen nur Kännchen).

Das war mein Tag – leider fehlt wegen einer stromlosen Kamera in der Tagesmitte zum Beispiel das leckere Eis mit der kleinen Dame.

Morgens erst mal die Karte gecheckt, weil wir morgen zu Freundinnen fahren, zu einer ganz besonderen Regenbogenfamilie.

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Frühstück: Mirabellen-Schmandkuchen aus dem Kühlschrank, weils schnell gehen musste. Dazu „Pfefferminzkakao“. Was ist das denn? Hab´ich aus dem Buch „Oskars für Kids“ (wunderbares Buch, Schnapp vom letzten Flohmarkt): Pfefferminztee mit Kakaogetränkepulver, etwas süßen und etwas Milch dazu, in etwa Geschmacksrichtung After Eight. Wirklich besser als es klingt!

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der kleinen Dame Obstgarten gespielt… Mich über das krasseste Knöllchen meines bisherigen Lebens geärgert. Das Bußgeld, puh, heftig, aber  – na ja, ok. Aber die „Gebühr“? Wozu das denn? Im ersten Brief bekam ich nicht mal mitgeteilt, wieviel Geld ich wohin schicken sollte – nur Angaben machen sollte ich. Dann im zweiten Brief gleich einen viertel Hunderter „Gebühr“. Verglichen damit fühlte ich zum zugehörigen ersten Flensburgpunkt fast Coolness.

 

 

 

 

 

 

 

Dann aber getröstet und beglückt die Jesey-Stoffe vom kleinen Ausflug zu Lille-Stoff in der letzten Woche ausgepackt. Links, das wird ein loop-Schal, soweit der Plan.

Und weil zwei ganz besondere Geschenke morgen früh in Geschenkpapier wandern und mit zu der Regenbogenfamilie fahren, die wir morgen besuchen, habe ich von den beiden – schon fast in der Abenddämmerung – noch Abschiedsfotos gemacht. Zwei hoffentlich herzerwärmende Quilts für die beiden aus Russland stammenden Adoptivtöchter von Freundinnen, die ich sage und schreibe über fast drei Jahre hinweg genäht habe, immer wieder mal weiter, oft fehlte die Zeit.

Schon aufregend, dass die zwei Decken morgen endlich zu den Mädchen wandern, für die sie gemacht sind.

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Und dann hatte ich, weil ich so entzückt davon war, noch einen solchen Quilt (etwas detaillfreudiger und auch insgesamt schneller genäht) für unsere kleine Dame zu deren dritten Geburtstag gemacht, in lila gab es den entzückenden Matroschka-Stoff, der mich inspiriert hatte, auch noch. Und weil´s heute passte hab´ ich ihren  auch nochmal fotografiert.

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Mehr Fotos von den drei Quilts demnächst nochmal hier. Ich bin gespannt, wie die Kiner das morgen finden. Und Fotos vom Geburtstags-Auspacken folgen auch noch…

Zum Geburtstag für den Kleindamenonkel, seines Zeichens Angler, hab´ ich diese (mit Hilfe der Stickmaschine der Liebsten bestickte) Hülle für ein Fischbesteck genäht. Pünktlich fertig geworden. Bei der Liebsten gibt´s übrigens ein schönes Gesticksel zu gewinnen, klickt doch einfach mal in die Verlosung.

 

 

 

 

 

 

Und am Abend bin ich dann noch völlig unkreativ durch ein paar Trash-Sendungen in unserer Mini-Glotze gezappt.

Glötzi

Und nun gute Nacht und mehr 12 aus 12s gibt es hier.

 

Kindergarten-Frühstück … Butterbrotdosengeschichten

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Damit die kleine Dame es in ihren ersten Waldkindergartenwochen leichter hat und immer einen lieben Gruß von Mama und Mami findet, wenn sie ihren Rucksack zum gemeinsamen Frühstück aufmacht, habe ich mich butterbrotdosenmäßig schon manches Mal kunsthandwerklich ausgetobt. Dauert ganz schön, macht aber Spaß und beruhigt mein sorgendes Mutterherz.

Aber ehrlich gesagt: Obst und Gemüse würde sie auch völlig unaufgemotzt restlos vertilgen. Die eher langweiligen Butterbrote packen wir Mittags, auch häufiger nur teilweise bis gar nicht angenagt, wieder aus – manchmal mit etwas Gras oder kleinen Holzbröseln drin. Grüße zurück vom Wald an Mama und Mami.

Kindergartenobst

Beim Zubereiten kommt mir mein Ausstechförmchen-Tick zugute…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Katzenkohlrabi

 

Gurkensonnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gurken-Paprika-Sonnen: aus Gurkenscheiben eine Form ausstechen, aus einem anderen Gemüse in Kontrastfarbe das Gleiche, Positiv-Form vorsichtig in die Negativ-Form drücken… das leuchtet schön und hat Biss!

 

Guten Appetit!

 

Kasperle erzählt Rotkäppchen für Schwedenmädchen

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Mützchen

Am letzten WE hat es, endlich, geklappt: das seit gefühlten Jahren geplante „Kusinentreffen“. Meine Kusinen mütterlicherseits, z.T. seit sehr vielen Jahren nicht mehr gesehen, kamen mit ihren kleinen Töchtern, die ich bis auf die älteste überhaupt noch nie gesehen hatte, ins Haus der Oma in die sieben Berge. Der Lieblingsneffe auch dazu und dann war die Runde komplett: alle EnkelInnen – z.T. mit den PartnerInnen – und UrenkelInnen meiner Oma auf einem Haufen, ergänzt durch drei Menschen der Großelterngeneration. Und da sollte es etwas besonderes geben:

für die 4 „großen“ Mädchen und das Babymädchen habe ich – mit der Liebsten tatkräftiger Unterstützung – Mini-„Lil“(Laura-Ingalls-Light)-Mützen (mehr dazu hier) ungefüttert genäht, bestickt von ihrer Stickmaschine mit den Anfangsbuchstaben der Kindernamen.

Buchstabenstickerei

Umrandet wurden sie mit einer alten Borte, die ich noch von der Uroma der Kinder hatte. Sie muss sie schonmal verwendet und wieder abgetrennt haben. Dabei haben die Webkanten arg gelitten – deshalb habe ich sie mit feinstem Zickzackstich aufgesteppt. Unsichtbar innen eingenäht ist ein originales Wäschebändchen von der Ur-Uroma der Kinder mit deren Namen, also noch eine Generation zurück. Davon habe ich noch eine ganzes Häuflein.

Auch als Mützenaufhänger zu gebrauchen. Und alles in Schwedenfarben, weil dieses schöne Land in der Familie als Lieblingsurlaubsziel in hohem Kurs steht (und zum Uroma-Webband passte). So hüpften also lauter kleine Schwedenmädchen bullerbümäßig durch den Garten, fädelten Perlen, plantschten im Plantschbecken, malten, futterten und spielten mit Kasperlepuppen. Und die Hütchen blieben – das hat mich natürlich gefreut – völlig freiwillig auf den Köpfen.

UnbenanntFür den Liebslingsneffen ist ein Kleinprojekt seiner Wahl mit gleichen Materialien in Arbeit, eine Lil wollte da doch nicht so passen.

Falls jemand von Euch weiß, wie dieses Verwandtschaftsverhältnis eigentlich offiziell heißt, was also Urenkel zueinander sind, dann freue ich mich über einen Hinweis. Der Einfachheit halber habe ich der kleinen Dame gesagt, ihre Kusinen kommen – und sich hat sich lange darauf gefreut, die kennenzulernen und vorher viel von ihnen gesprochen. Auch weil es in unserer Regenbogenfamilie ihre nicht-genetisch-verwandte Familienseite ist, war es mir wichtig, dass sie diese Kusinen kennenlernt und jetzt weiß, das die zu ihr und ihrer Familie gehören.

Pauline wäre die älteste dieser Kusinen und es brannte bei dem Treffen zum Gedenken ein kleines Licht. Und ihr Armbändchen – das wir zuvor für ihren Tisch  gemacht hatten – diente als Fädel-Beispiel – so war auch sie ein wenig dabei.

Das war ein richtig schönes kleines Fest und darin spielte auch das Kasperletheater eine Rolle. Und das kam so:

Auf dem Dachboden meiner Mama fristeten seit den 70ger Jahren Kasperlepuppen ihr Kistendasein, z.T. noch originalverpackt und nie benutzt, z.T. aber auch durch unsere Kindheits-Kapserlespiele in Mitleidenschaft gezogen. Die haben wir in letzter Zeit nach und nach ausgegraben und, z.B. qua Geburtagsgeschenk von Oma, in Umlauf und in die Hände der kleinen Dame gebracht.

Noch in der DDR hergestellt und mit richtig schönen, kindgerechten Holzköpfen, erfreuen sie mein Herz immernoch wie früher. So war „Schutzmann Schill“ als erster mit durchschlagendem Erfolg – und ganz leicht tumb und verwirrt „Notfall, Notfall, Polizei!“-brüllend – daran gegangen, das Herz der kleinen Dame zu erobern.

Schutzmann Schill

Zum dritten Geburtstag folgten dann Großmutter, Jäger und der äußerst beliebte Prinz Spaghetti-Haar.

Prinz Spaghettihaar

Großmutter und Jäger

Nun muss, so dachte ich kürzlich, wirklich mal der Kasperle her. Den gab es zwar – aber quasi in umgekehrt geköpfter Version: Haupt vorhanden, Leib verschollen.

So musste ein stilistisch passender Körper genäht werden und Kasperle strahlt, trotz reichlich bespielter langer Nase, wieder im neuen, angemessenen Gewand.

Endlich kann er sich auch wieder körpersprachlich ausdrücken. Und traut sich vor die Tür – Sommergenüssen nicht abgeneigt.

Und nachdem wir auch das Rotkäppchen aus seiner DDR-Tüte mit dem zauberhaften Pappaufdruck befreit hatten,

Kasperlepuppen-Verpackung aus den 70gern

noch einer weiblichen Figur die Mutterrolle gegeben und einem Räuber die frei erfundene Figur eines Tierpflegers untergejubelt hatten, konnten die Liebste, der Lieblingsneffe und ich der entzückten Kleinmädchenwelt samt älterer anwesender Generationen das von mir zuvor zum Kasperletheaterstück umgeschriebene Märchen von Rotkäppchen vorspielen – samt frei erfundenem Ende, bei dem der Wolf tagsüber für die Großmutter Holzhacken und putzen, nachts aber zum Schutz der Allgemeinheit im Wildtierpark einsperrt sein muss (wo er immerhin auch Futter bekommt). Ein Kind weinte, weil das Stück vorbei war und ein anderes kam danach hinter den Vorhang gelaufen und sagte: das war schön! Na, wenn das nicht Lobeshymnen sind.

Kasperletheaterstücke sind ja bei Kindern äußerst beliebt, aber leider in entsprechenden Büchern fast alle, soweit mir bekannt, in moralingetränktem Erziehungsauftrag unterwegs. Grimms Märchen in Kasperletheaterversionen kenne ich gar nicht – also mussten wir selber´ran. Rotkäppchen avancierte – seit der Einführung von Märchen in unserem Haushalt vor recht kurzer Zeit – in 0,nix- zum Lieblingsmärchen der kleinen Dame, das 100te Male von ihr mit ihren Figuren oder mit uns nachgespielt wird. Also lag´s nahe, dem Wolf zum Auftritt zu verhelfen.

Weil es viel Spaß gemacht hat, hier der Text zum Nachspielen: Rotkäppchen für Kasperletheaterfiguren, für 2 SpielerInnen, am Ende braucht es eine dritte SpielerIn mit kurzem Texteinsatz (gut für ein älteres Kind zu machen).

Rotkäppchen für Kasperlepuppen  die Rotkäppchen-Crew

Zum Schluss noch zwei kreative Futter-Förder-Teller – Ausstechförmchen machen`s möglich…

Futter für die kleine Dame

Guten Appetit. Mehr Krea-Dienstags-Beiträge wieder hier.

12 aus 12 im Juli 13

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Was heute so vor meiner Linse auftauchte. 12 Bilder vom 12. Tag eines Monats – aus dem Alltag gegriffen. Das ist eine schöne Aktion von  Caro („Draussen-nur-Kännchen„).

Morgens, ganz früh schon, mit der noch vom Abend aufgebauten Nähmaschine zwei Quiltnähte gemacht… (mehr demnächst)

Matrioschka quilten

früh los zur Standesamt-Hochzeit einer Kollegin gefahren und mit anderen Kolleginnen und der Liebsten zusammen Hochzeitsblümchen hingetragen. Die kleine Dame war auch nicht faul, überreichte diese mit nicht aufhören wollendem Engagement und

ließ auch die Hochzeitsglöckchen zum Singen erklingen.

Danach ein Bummel über den blumenbunten Markt der historischen kleinen Stadt und…

lokale Kirschen gekauft, günstig und richtig sommerlecker…

und etwas Neues entdeckt: Zuckerwatte-Eis (hier mint-farben mit bunten Einsprengseln):

Eissuppe I Wieder zuhause mit der Liebsten den Gefrierschrank entrümpelt und einen Reste-Fest-Matschebrei gemacht (Vanilleeis, gefrorene Him- und Erdbeeren, gefrorene pürierte Pfirsiche… alles auftauen lassen und mixen…): ergibt eine köstliche Eissuppe (oh, schon wieder Eis).

Im Garten dem Mini-Mitbringsel vom CSD in Köln am letzten Sonntag erfreut zugelächelt …

dem Gartenzwerg-Entzücken unter roten Rosen gefrönt …

und dann losgefahren in Richtung Wochenendziel „Sieben Berge“ – vorher Tanken (1,58,9 Euro, na ja … wieso werden eigentlich die Innenseiten von Tankdeckelklappen immer so total schmutzig? Die Waschanlage hat da natürlich auch keine Möglichkeiten…)

Also, on the road.

Und weil´s so praktisch in der Mitte liegt mache ich oft beim blau-gelben Schweden eine Pause.

Nachdem mich gestern eine Fernsehsendung über viszerales Bauchfett zum Gruseln brachte, sah ich dort zum ersten Mal eines dieser neuen Regal mit schwedischem Sonntags-Süßkram. Also – von nix kommt nix – wenigstens mal probieren, welche daraus ich in Zukunft alle auf gar keinen Fall mehr essen brauche, weil sie eh nicht so toll schmecken…   . Leider waren die meisten ganz gut. Wieder nicht geklappt mit den Psychotricks…

Schließlich im Dunkelwerden meinen Heimatberg am Horizont entdeckt und gefreut (auf dem Foto eben zu erahnen).

Ölberg von der Autobahn

Dann gut angekommen.

Ich hoffe, ihr seid auch alle bei Euren heutigen Zielen gut angekommen und freue mich auf andere 12 von 12-en.

Wieder zuhause & Paulines 5. Geburtstag

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Zuhause begrüßte uns die vorher schon installierte Osterdeko und sogar die Hasentroschkas hatte ich zuvor schon in eine Hasenfamilie verwandelt, nach schon gezeigtem Washitape Ohrenprinzip auf mit Tafellack bemalten Matroschkas.

Hasentroschkas vermehrt

Kekse Backen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Große Ereignisse werfen ihre Strahlen voraus: schon in der Ferienwohnung haben die Liebste, die kleine Dame und ich die Backlöffel geschwungen und einen Geburtstagkuchen und Kekse (diese aber auch für Ostern) gebacken .

 

 

 

Denn die große Schwester der kleinen Dame, unsere erste Tochter Pauline, wäre gestern fünf Jahre alt geworden. Für uns ist sie ein Sonnenkind, obwohl sie offiziell in die Gruppe der Sternenkinder gehört. Und jedes Jahr feiern wir ihren Geburtstag, der auch ihr Todestag war.

 

 

Dass das schon fünf Jahre her ist und wir nach den Hoffnungen und Erwartungen, die wir hatten, eigentlich auch ein großes Kindergartenmädchen hier herumspringen hätten, das kann ich manchmal immer noch nicht fassen.

Gedenktisch Detail

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier der Kaffeetisch, den wir diesmal nicht groß wie sonst, sondern eher klein umrundet hatten: nur mit Omi und Opi und uns.

 

 

Und abends fahren wir jedes Jahr Narzissen spazieren und stellen sie den drei Frauen vor die Türen, die für uns an dem Tag von Paulines Geburt und Abschied präsent und sehr wichtig gewesen sind.

Verschenkblumen Paulines 5. Geburtstag