Archiv der Kategorie: Quilt

12 aus 12 im September 2013

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Wieder einmal 12 Fotos vom 12. Tag eines Monats nach einer Idee von Caro (draussen nur Kännchen).

Das war mein Tag – leider fehlt wegen einer stromlosen Kamera in der Tagesmitte zum Beispiel das leckere Eis mit der kleinen Dame.

Morgens erst mal die Karte gecheckt, weil wir morgen zu Freundinnen fahren, zu einer ganz besonderen Regenbogenfamilie.

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Frühstück: Mirabellen-Schmandkuchen aus dem Kühlschrank, weils schnell gehen musste. Dazu „Pfefferminzkakao“. Was ist das denn? Hab´ich aus dem Buch „Oskars für Kids“ (wunderbares Buch, Schnapp vom letzten Flohmarkt): Pfefferminztee mit Kakaogetränkepulver, etwas süßen und etwas Milch dazu, in etwa Geschmacksrichtung After Eight. Wirklich besser als es klingt!

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der kleinen Dame Obstgarten gespielt… Mich über das krasseste Knöllchen meines bisherigen Lebens geärgert. Das Bußgeld, puh, heftig, aber  – na ja, ok. Aber die „Gebühr“? Wozu das denn? Im ersten Brief bekam ich nicht mal mitgeteilt, wieviel Geld ich wohin schicken sollte – nur Angaben machen sollte ich. Dann im zweiten Brief gleich einen viertel Hunderter „Gebühr“. Verglichen damit fühlte ich zum zugehörigen ersten Flensburgpunkt fast Coolness.

 

 

 

 

 

 

 

Dann aber getröstet und beglückt die Jesey-Stoffe vom kleinen Ausflug zu Lille-Stoff in der letzten Woche ausgepackt. Links, das wird ein loop-Schal, soweit der Plan.

Und weil zwei ganz besondere Geschenke morgen früh in Geschenkpapier wandern und mit zu der Regenbogenfamilie fahren, die wir morgen besuchen, habe ich von den beiden – schon fast in der Abenddämmerung – noch Abschiedsfotos gemacht. Zwei hoffentlich herzerwärmende Quilts für die beiden aus Russland stammenden Adoptivtöchter von Freundinnen, die ich sage und schreibe über fast drei Jahre hinweg genäht habe, immer wieder mal weiter, oft fehlte die Zeit.

Schon aufregend, dass die zwei Decken morgen endlich zu den Mädchen wandern, für die sie gemacht sind.

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Und dann hatte ich, weil ich so entzückt davon war, noch einen solchen Quilt (etwas detaillfreudiger und auch insgesamt schneller genäht) für unsere kleine Dame zu deren dritten Geburtstag gemacht, in lila gab es den entzückenden Matroschka-Stoff, der mich inspiriert hatte, auch noch. Und weil´s heute passte hab´ ich ihren  auch nochmal fotografiert.

Matrioschka-Quilt3

Mehr Fotos von den drei Quilts demnächst nochmal hier. Ich bin gespannt, wie die Kiner das morgen finden. Und Fotos vom Geburtstags-Auspacken folgen auch noch…

Zum Geburtstag für den Kleindamenonkel, seines Zeichens Angler, hab´ ich diese (mit Hilfe der Stickmaschine der Liebsten bestickte) Hülle für ein Fischbesteck genäht. Pünktlich fertig geworden. Bei der Liebsten gibt´s übrigens ein schönes Gesticksel zu gewinnen, klickt doch einfach mal in die Verlosung.

 

 

 

 

 

 

Und am Abend bin ich dann noch völlig unkreativ durch ein paar Trash-Sendungen in unserer Mini-Glotze gezappt.

Glötzi

Und nun gute Nacht und mehr 12 aus 12s gibt es hier.

 

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12 aus 12 im Juli 13

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Was heute so vor meiner Linse auftauchte. 12 Bilder vom 12. Tag eines Monats – aus dem Alltag gegriffen. Das ist eine schöne Aktion von  Caro („Draussen-nur-Kännchen„).

Morgens, ganz früh schon, mit der noch vom Abend aufgebauten Nähmaschine zwei Quiltnähte gemacht… (mehr demnächst)

Matrioschka quilten

früh los zur Standesamt-Hochzeit einer Kollegin gefahren und mit anderen Kolleginnen und der Liebsten zusammen Hochzeitsblümchen hingetragen. Die kleine Dame war auch nicht faul, überreichte diese mit nicht aufhören wollendem Engagement und

ließ auch die Hochzeitsglöckchen zum Singen erklingen.

Danach ein Bummel über den blumenbunten Markt der historischen kleinen Stadt und…

lokale Kirschen gekauft, günstig und richtig sommerlecker…

und etwas Neues entdeckt: Zuckerwatte-Eis (hier mint-farben mit bunten Einsprengseln):

Eissuppe I Wieder zuhause mit der Liebsten den Gefrierschrank entrümpelt und einen Reste-Fest-Matschebrei gemacht (Vanilleeis, gefrorene Him- und Erdbeeren, gefrorene pürierte Pfirsiche… alles auftauen lassen und mixen…): ergibt eine köstliche Eissuppe (oh, schon wieder Eis).

Im Garten dem Mini-Mitbringsel vom CSD in Köln am letzten Sonntag erfreut zugelächelt …

dem Gartenzwerg-Entzücken unter roten Rosen gefrönt …

und dann losgefahren in Richtung Wochenendziel „Sieben Berge“ – vorher Tanken (1,58,9 Euro, na ja … wieso werden eigentlich die Innenseiten von Tankdeckelklappen immer so total schmutzig? Die Waschanlage hat da natürlich auch keine Möglichkeiten…)

Also, on the road.

Und weil´s so praktisch in der Mitte liegt mache ich oft beim blau-gelben Schweden eine Pause.

Nachdem mich gestern eine Fernsehsendung über viszerales Bauchfett zum Gruseln brachte, sah ich dort zum ersten Mal eines dieser neuen Regal mit schwedischem Sonntags-Süßkram. Also – von nix kommt nix – wenigstens mal probieren, welche daraus ich in Zukunft alle auf gar keinen Fall mehr essen brauche, weil sie eh nicht so toll schmecken…   . Leider waren die meisten ganz gut. Wieder nicht geklappt mit den Psychotricks…

Schließlich im Dunkelwerden meinen Heimatberg am Horizont entdeckt und gefreut (auf dem Foto eben zu erahnen).

Ölberg von der Autobahn

Dann gut angekommen.

Ich hoffe, ihr seid auch alle bei Euren heutigen Zielen gut angekommen und freue mich auf andere 12 von 12-en.

Heidelbeeren-Jubel und letzte Anstrengungen zur Vollendung zweier Matrioschka-Quilts

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Vor Kurzem haben wir eine Heidelbeerplantage „überfallen“ und vor lauter Futtern dennoch nicht vergessen, einen Eimer und eine Tüte zu füllen. Mit diesem Segen aus blauen Perlchen (unter den mühsam zu pflückenden kleinen haben wir die leckersten gefunden) experimentiere ich jetzt ´rum. Alte Backbücher durchforsten, mich an Omas Pfannkuchen erinnern… hmmmm.

Heute morgen waren letztere eine Wucht. Ich schreibe das Rezept hier auf, so wie ich es von meiner Oma, und die es von ihrer Mutter bekommen hat. Urgroßmütterlich ungenau, weil es natürlich auf das richtige Gefühl ankommt. Und das muss man erst mal entwickeln. Meine Oma erzählte, dass ihre Mutter von jedem Obst, das sie im Garten hatten, immer mindestens einmal im Jahr Pfannkuchen machte und dass sie dann selig war.


Omas Pfannkuchen mit Heidelbeeren

Eigelb (je nach gewünschter Menge 1-4) mit einer guten Prise Salz, Mehl und Milch langsam zu einem ziemlich dickflüssigen Teig verarbeiten. Kein Zucker in den Teig, sonst brennts an! Für extra-Fluffigkeit einen Schuss Mineralwasser (mit viel Kohlensäure) in den Teig und/oder etwas Backpulver dazugeben (letzteres vorher mit dem Mehl vermischt, ich habe auf einen vier-Eier-Teig 1 TL Weinsteinbackpulver genommen). Die geschlagenen Eiweiße unter den Teig heben. Das Obst kann (z.B. auch Apfelspalten) direkt mit dem Teig vermischt werden. Ich habe es aber so gemacht:

Rapsöl in einer Eisenpfanne mit flachem Rand erhitzen und auf mittlerer Flamme handtellergroße Teigkleckse langsam golden-knusprig backen. Auf die rohe Seite Heidelbeeren fallen lassen, sie versinken dann fast im Teig. Umdrehen und von der Heidelbeerseite auch backen.

Mit Zucker und Vanillezucker oder mit Puderzucker oder mit Zimtzucker oder mit Blaubeerkompott/-sirup servieren.

(Man kann aus dem Teig auch Pfannkuchen ohne Obst backen und sie später füllen oder Speckpfannkuchen (mit je einem Scheibchen fetten Speck pro Viertel), die aß der Vater meiner Oma besonders gerne.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber nach so ein paar Pfannkuchen sind natürlich noch jede Menge Heidelbeeren übrig…

Heidelbeer-Hefe-Fladen

für vier Fladen (passen nebeneinander auf ein Backblech):

Teig: 150 g Dinkelvollkornmehl (oder frisch gemahlener Dinkel), 20 g Hefe oder 1/2 Päckchen Trockenhefe, 75 ml lauwarme Milch, 20 g Vollrohrzucker, 60 g  zimmerwarme Butter, 1/2 TL Zimt.

Trockenhefe mit Mehl mischen, mit den anderen  Zutaten zu einem mittelfesten Teig verarbeiten (er ist so klebrig, dass er sich nicht ausrollen lässt, das soll so sein). An einem warmen Ort gehen lassen. Nochmals durcharbeiten und pfirsichgroße Stücke mit einem nassen Esslöffel abteilen und mit dem befeuchteten Löffelrücken auf einem Backpapier zu Fladen mit etwas dickeren Rändern ausstreichen (so dass vier Stück auf ein Blech passen). Wieder gehen lassen (15 Minuten an einem warmen Ort).

 

 

 

 

 

Belag: 50 g geschmolzene Butter, 30 g gemahlene Mandeln, 350 g frische Heidelbeeren (gefrorene oder eingemachte gehen auch), 40 g Vollrohrzucker, 1/2 TL Zimt.
ca. 15 g der flüssigen Butter benutzen, um die Fladen damit einzustreichen. Die Mandeln gleichmäßig darüber verteilen. Die gewaschenen und abgetropften Blaubeeren auf die Fladen füllen. Die restliche Butter mit Zucker und Zimt verrühren und über die Beeren tropfen.

Bei 175 °C ca. 30-35 Minuten knusprig hellbraun backen.

Genieeeßen! (Schmeckt kalt aber auch heiß mit Eis)

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun aber genug geschlemmt.

Ich habe mich, wegen mangelnder Zeit erst jetzt mal wieder, einem long-work-in-progress-Projekt gewidmet.

Für die beiden Töchter einer Freundin entstehen zwei Matrioschka-Quilts, inspiriert von dem Stoff-und-Stil Matrioschka-Stoff und vor Allem davon, dass das Motiv zur Geschichte der beiden Mädchen passt. Die Freundin und ihre Partnerin haben beide Mädchen aus Russland adoptiert. Ich wollte, dass die Quilts etwas mit der Identität der beiden zu tun haben. Ganz wie die traditionelle Bedeutung von Quilts das verheißt, sollen sie sie in ihrer neuen Heimat hier warm und geborgen halten und zugleich eine Brücke symbolisieren zu ihrem Ursprung in Russland, mit diesem typischen Kindermotiv ihres Herkunftslandes. Dazu mussten die Quilts besonders kuschelig sein und ich habe mal was Neues probiert: statt sie mit Polsterung zu füllen habe ich einfach die Rückseite aus einer Mikrofaserdecke gemacht (wir haben zwei davon und die sind auch nach 4 Jahren und vielen Wäschen noch schön) und keinen weiteren Rückseitenstoff mehr verwendet. Erstaunlicherweise lässt sich das Material ganz gut mit der Nähmaschine steppen und zieht sich nicht extrem hierhin und dorthin, wie ich das befürchtet hatte. Der erste Quilt ist schon länger fertig, hier verrate ich aber erst einen Ausschnitt der kuscheligen Rückseite. Aber der zweite (die sollen natürlich gemeinsam überreicht werden) war bis gestern noch völlig ungesteppt. Das ist also mein aktuelles Nähprojekt.

Die Nähmaschine ruft. Ich folge gern…

One week, one collection: Erinnerungen an der Wand

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Was für eine nette Aktion aus dem Blog von Frau Heuberg, jede Woche zu einem anderen Thema Fotos zu „sammeln“. Das dieswöchige Motto ist besonders schön: welche Erinnerungsbilder hängen an Deinen Wänden? Also auf die Suche gegangen und eine Menge Erinnerungen nochmal neu erinnert. So bin ich gestern abend, zusammen mit der Liebsten, durch die Wohnung „geheizt“, auf der wetteifernden Suche nach Fotographierbarem. Und das habe ich gefunden, hier in historischer Chronologie:

Mein Großvater war Grafiker, ich habe ihn zwar nicht gekannt, weil er schon früh starb, aber seine wenigen Bilder mag ich sehr. Hier hat er meine Oma vor beider  Hochzeit gezeichnet. Letztere kannte ich sehr gut, sie ist 92 geworden und war wichtig für mich.  Die kleine Dame sagt beim Vorbeigehen oft: „Uroma malt!“.

Auf dieser Zeichnung hält meine Oma ihren auch damals schon obligatorischen Mittagsschlaf und dahinter sieht man ihr erstes Kind, meine Mutter.

Hier hat der Großvater sich selbst gezeichnet (klein, rechts unten in der Ecke), die beiden waren lieber draußen als drinnen und sind viel herumgewandert.

Diese Bilder erinnern mich also doppelt: an den Zeichner, den ich gern gekannt hätte, und an die Gezeichneten.

Mein Vater vorn und seine spätere Schwiegermutter, meine Oma, beim Radfahren auf der Insel Vlieland. Sieht nach Spaß aus!

Ein 15-Pfennig Petersilienkräuter-Tütchen. Es stammt aus der supergemütlich gewesenen Küche meiner Oma, wo ich oft war und erinnert mich an ganz Vieles: einen eisernen Kohleofen und den Blick ins Feuer durch die Ofenringe, eine keilförmige Speisekammer mit einem winzigen Fensterchen,  an dicke, wackelnde Kissentürme, auf denen ich auf dem Küchensofa sitzen musste um überhaupt an die Tischplatte zu kommen und an kleine Blümchen in Eierbechern, die auf dem Kühlschrank standen.

Meine Mutter bekam in ihrer Schulzeit Fleißbildchen geschenkt. Trotz aller Irrungen und Wirrungen sind sie erhalten geblieben in ihren wunderschönen satten Farben und mit ihren leuchtenden Zwergenmotiven, die die kleine Dame begeistern und beschäftigen: „Jodedech (=Rotkehlchen) Zahn Aua heile“. Mit bunten Papieren hinterlegt schmücken sie eine Wand in ihrem Zimmer.

Stoffige Liebesgrüße

Ein kleiner Ausschnitt aus unserem Hochzeitsfoto. Regenbogenhochzeit und ein tolles Fest. Das Bild steht im Wohnzimmer und strahlt so vor sich hin.

Pauline ist auch auf dem ganzen Bild zu sehen, im schon sehr runden Bauch.

Und hier hängt Paulines Babyquilt. Die zweite Ausgabe in klein. Ich hatte den großen Quilt fertig, pünktlich zum Geburtstermin, sein Entstehen und alle Gedanken dazu waren ein Teil meiner Mit-Schwangerschaft. Als Schablone für den Stoffzuschnitt diente das große Holzviereck, das ich mir gelaubsägt hatte.

Wir haben Pauline, als sie gestorben und ganz kurz darauf geboren war, in den Quilt eingewickelt und gaben ihn ihr beim Abschied mit. Ich wollte einen genau gleichen Quilt in klein haben, als greifbare Erinnerung an unsere Tochter. Aus dem Holzviereck habe ich ein kleines Viereck herausgesägt und damit eine – soweit das möglich war – genaue Replik des Babyquilts genäht. Keiner der Stoffe war neu gewesen, jeder mit irgendeiner Erinnerung verbunden. Viele Stoffe darin stammten aus meiner und der Liebsten Familien (Schürze meiner Oma, Vorhang von der Liebsten Großtante usw.). Alle habe ich genauso wiederverwendet. Nun hängt der Miniquilt samt der Holzvierecke über Paulines Erinnerungstisch.

Die Kirschenkeramik erinnert mich das ganze Jahr über an den köstlichen Geschmack von Kirschen  (ich gebe an dieser Stelle zu, dass ich mir dann doch noch ganz schnöde gespritzte Süßkirschen gekauft habe. Und die waren dann tatsächlich unbewohnt. Und lecker. Mehr dazu weiter unten.)

Das zeichnerische Talent der kleinen Dame hat unsere sämtlichen Türen erobert. Und dass dieser Platz nicht ausreicht sieht man am rechten Bildrand.

Weil sie noch keinen Rahmen hat, steht diese Zeichnung – kleine Dame am Strand in dicken Klamotten – (in den diesjährigen Osterferien habe ich die Skizze gemacht) noch Esszimmer auf den alten Vorratsdosen.

Morgen folgt an dieser Stelle noch mehr…., also gern nochmal vorbeiklicken.