Archiv der Kategorie: Grünes, Blümeliges und Draußensein

12tel Bick im September

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Das rote Herbstkleid des Backhäuschens ist schon leicht geworden gegen das noch üppig grüne Grün der Bäume.

Einige Zweige unserer gefällten Fichte liegen auf einem kleinen Berg und warten auf die baldigen „Brand-Tage“, zu denen man sie verfeuern darf. Rot leuchten in der Nähe auch noch die Äpfel, die kann man von hier zwar nicht sehen, aber riechen… hmmm.

Und hier gibts bei Tabea Heinicker noch mehr September-Blicke.

12tel Blick im Juli und August 2014: Backhäuschen im Sommer

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Der Sommer hat auch über das Backhäuschen viele grüne Haare wachsen lassen…

in Juli

und im August hellblau hinterleuchtet in der Abenddämmerung.

Und hier nochmal alle Backhäuschenstimmungen dieses bisherigen Jahres im Überblick:

12aus12 erste 4 aus 2014Januar bis April

12tel Blick5-8 2014

Mai bis August.

 

Mehr Augustbilder gibt es hier.

12tel Blick im Juni 2014

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Hier das sommerliche Backhäuschen – aus dem wir uns für das Geburtstagsfest der kleinen Dame Stühle von der einen Nachbarin geliehen haben (solche beherbergt es nämlich in diesen modernen Zeiten) – und in dessen Nähe es jetzt eine kleine Hühnerherde der anderen Nachbarin gibt – sehr zu meinem Entzücken.

12tel Blick Juni 14

Sie beleben die Landschaft nun im Chor mit den Schafen mit ihrem Gluckern, Gackern und auch mit verschiedenem Gekrähe der Alt- und Junghähne. Heute Mittag habe ich mich zum Kartoffelnschälen mit Topf, Schüssel, Schäler und Hocker neben den Hühnerzaun gesetzt und kam mir vor wie eine Bäuerin vor 100 Jahren oder wie in einer gestellten Idylle aus der „Landlust“. Die Hühne staksten gleich neugierig zum Zaun und wollten Kartoffeln haben. Aber in dem Hühnerbuch, in dem ich in letzter Zeit herumgeschmökert habe, steht, dass Kartoffelschalen nur gekocht verfüttert werden dürfen. So guckte das Federvieh in die Röhre und ich in die vergnüglich aussehenden gierigen Hühnergesichter. Das alte Backhäuschen diente den Eltern der Hühner-Nachbarin früher auch mal als Hühnerhaus – das habe ich noch erfahren über die Geschichte „meines“ Backhäuschens.

Dies ist schon das sechste Bild für den diesjährigen 12tel Blick, hier in Juni-Spätnachmittagssonne.

 

 

12tel Blick im Mai 2014

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Heute hat der Wecker zu früh geklingelt… der Weckzeitzeiger hat beim Stellen schon so komisch gehakt. Also war ich um 5.30 Uhr wach und der orangefarbene Himmel lockte mich zu einem kurzen Schlafanzugspaziergang zum Backhäuschen. Immer wieder flogen Vögel über die Wiese und das Morgen-Zwitschern war -fast- ohrenbetäubend! Toll. Und hier ist es, das Morgenleuchten hinterm Backhäuschen:

12tel Blick im Mai 2014b

Zur Erinnerung hier noch die Backhäuschen der vorherigen Monate:

12aus12 erste 4 aus 2014

Nach einer Idee von Tabea Heinicker.

Osterfarben, Osterlämmchen

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Unser Ostern war schön, ruhig und bunt.

Der Osterstrauss, gepflückt am Vortag von der kleinen Dame…

Und nachdem der Oasterhase in Aktion getreten war, wurde schon vor dem Frühstück im Garten eine Eier-Such-Session zum unbedingten Muss.

 

Hase aus dem Ei

 

 

 

 

 

 

 

Dann ein osterfarbenfrohes Frühstück mit der Liebsten alljählichem Osterzopf und

 

meinem und der kleinen Dame weltsaftigestem Osterlämmchen. Hier das Rezept:

WELTSAFTIGSTES OSTERLAMM

Zutaten:

2 mittelgroße Eier, 120 g Butter, 110 g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz, 100 g Dinkelmehl (feinausgemahlen), 60 g gemahlene Mandeln, 100 g gehackte Schokolade, 1 TL Backpulver, Butter und Semmelbrösel für die Form, etwas Puderzucker zum Bestäuben.

Zubereitung:

Eier trennen, Eiweiß mit der halben Zuckermenge steif schlagen. In einer anderen Schüssel Zucker, Vanillezucker, Salz, Eigelbe und Butter schaumig rühren. Das mit Schokoladenstückchen, Mandeln und Backpulver gemischte Mehl unterrühen. Von dem Eischnee 2-3 EL abnehmen und nach und nach unter den Teig rühren, um ihn geschmeidiger zu machen. Dann den Eischnee unterheben. Die Formhälften fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen (v.A. die Ecken und Vertiefungen gut bearbeiten) und die Form zusammensetzen (Kontaktflächen vorher von den Semmelbröseln freiwischen). Den Teig EL-weise die Form füllen, v.A. beim Kopf immer mal „nachstopfen“, glattstreichen. Auf einem Blech stehend auf der untersten Einschubleiste 30-45 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen vom Bauch bis zum Rücken (nicht Kopf) des Schafes die Garprobe machen. Wenn kein Teig mehr anhaftet, ist das Lämmchen fertig.

Für 10 Minuten in ein feuchtes Tuch einwickeln, dann aus der Form holen, auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen, ggf. schmücken.

Köstlich saftig und schokoladig. Viel Spaß beim Nachbacken (der Teig eignet sich natürlich auch, bei entsprechend kürzerer Backzeit, für Muffins und Co).

Guten Appetit.

Osterlämmchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zudem lieferten Garten und kleiner Deich die Zutaten für die Tischdeko. Nur die gelbe Kerze stammt von ebensolch-blauem Schweden, wo es jetzt endlich mal aus einer farbigen Stearin-Stumpenkerze nicht nach Duftaromen stinkt.

Moosblütenwiese

Und nach einer weiteren aus- und ergiebigen Garten-Durchforstung auf den Spuren des Hasen brachen wir zum Osterspaziergang auf – über die Wiesenschaumkraut-überduftete Streuobstwiese, die Osterlämmer besuchen, die kürzlich hier wieder eintrafen.

Wiesenschaumkrautstrauß

 

12tel Blick im April 2014

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Heute Morgen gab es Nebel – hier am Flüsschen um das alte Backhaus war er nicht einmal so dicht wie in der Gegend ´drum herum – aber (immerhin leicht) umnebelt wollte ich das Häuschen sowieso gern mal fotografieren und da hab die Morgenstimmung genutzt (schnell mal zwischen Frühstück machen und kleine Dame wecken hingehuscht).

12tel Blick April

Das war das vierte Foto von denen, die am Ende des Jahres 12 monatliche Perspektiven auf ein gleiches Motiv werfen sollen – Stimmungen, Lichter, Eindrücke. Nach einer schönen Idee von Tabea Heinecker.

Und als Rück- und Zusammenblick nochmal alle Backhäuschenbilder von Januar bis April.

12aus12 erste 4 aus 2014

 

Zurück von der Insel

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Schmeichelstein

Wieder zurück von der großen Insel ist mein Kopf voller Bilder. Sie ist frühlingshaft, jetzt. Nicht nur Meer mit Wellen und Wind, Sand, Steinen und Holz, auch Bäume und Blumen waren überall präsent.

Strand:

Strandbilder

Verwittertes Holz am Meer  – die Buchen fallen mit den Kliffabbrüchen an den Strand hinunter und werden von Wasser, Salz und Wind grau-silbern. Die Muster und Linien im Holz werden wichtig und vor allem am Holz der Wurzeln bizarr.

Strandhölzer I

Strandholz II

Die alten Buchenwälder werden dort jetzt mit einem wirklich gelungenen und tollen Naturerbe-Zentrum gefeiert – samt Baumwipfelpfad und einem architektonisch unglaublichen Holzturm – und das alles barrierefrei. Über den Höhenpfad mit kleinen Kletterherausforderungen (optional)…

Naturerbezentrum Rügen Baumwipfelpfad Kletterspiele

 

 

 

 

 

 

 

gelangen wir zu diesem Turm – ohne Stufen, mit angenehm allmählicher Steigung, luftig, hölzern-fest und flexibel wie ein Baum. Von oben wunderbarste Aussicht auf Meer, Bodden, den fürchterlichen Koloss von Prora – ein Relikt des nationalsozialistischen Größenwahns, der jetzt schon lange im Wandel ist – und auf, natürlich, die Alten Buchenwälder. Ja, mit großem A, so schreibt man es auf Rügen respektvoll. Quasi als Eigenname, seit es in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Naturerbezentrum Turm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Naturerbezentrum Rügen 2

 

 

 

 

 

 

Der hölzern-stählernde Turm windet sich um eine schmale Buche herum. In jedem Stockwerk trifft man auf ein Vogelnest-Modell – ein Hinweis darauf, dass jede Vogelart eine bestimmt Höhe braucht, um Nistplätze zu finden.

Und die Wälder sind licht und voller Leben – wirklich Grund, sie so zu feiern.

Buchenstämme

Hier gucken Buschwindröschen über die Kante hinab aufs Meer, Moose breiten sich aus, an vielen, vielen Bäumen tummeln sich Weinbergschnecken aller Größen und der Sauerklee blüht:

Buchenwald nah

Uns hat der wunderbare, weite Spaziergang oben an der Steilküste der Kreidefelsen entlang durch den Wald jedenfalls ganz vergnügt werden lassen und ich malte mit einem gefundenen, weichen Kreidestück lauter alberne Sachen an Bäume und Steine…

an alle Schneckenbäume eine Schnecke…

Schneckenbaum

 

umfalltStein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, und wir haben uns auch darüber hinaus kreativ ausgetobt – natürlich weniger als gewollt (immerhin hatte ich einen ganzen kleinen Trolley voller Papiere, Farben, Blöcke… mitgenommen). Eine kleine Auswahl der Produkte:

Angebot einer Touristenbibliothek an Kinder – Strandbilder basteln – mit vorher von uns gesammelten Fundstücken. Wir also hin (weiter Weg) und es hat uns viel Spaß gemacht, die kleine Dame beim Kreieren zu beobachten und ihr zu assistieren. Sehr fein: die hatten dort Glitzerglassteine als Zusatz…Mädchentraum!

Strandbild

Ungewöhnliche Zeichen- und Malgründe:

 

Zeichnen

Wasserfarben auf Füßen

Falten nach einem antiken Buch, das ich von meiner Großmutter geerbt hatte, „Die Fröbelschen Beschäftigungen: das Falten“. Die Prototypen habe ich nachts gebastelt, in Druckbuchstaben beschriftet (das kann die kleine Dame nämlich schon lesen) und mit (ebenfalls mitgebrachtem) washitape an die Wänder der Ferienwohnung gepappt (sorry, Vermieterin, aber es ist „rückstandslos entfernbar“ – das hat wirklich geklappt!). In den nächsten Tagen haben wir dann Vieles zusammen nachgefaltet – bis die kleine Dame eine eigene Faltform entwickelte: den Hund (Gesicht ist in gelb aufgemalt, sehr süß, hier leider nicht gut zu erkennen)!

 

Fröbelsche Beschäftigungen Faltender Hund

 

 

 

 

 

Und mein Scherenschnitt-Kollage-Portrait unserer Regenbogenfamilie im Urlaub (am Hochufer) – entstanden am Tag des 9-jährigen Zusammenseins mit der Liebsten (das nur so zu Erklärung, in Wirklichkeit sitzt die kleine Dame nämlich meistens zwischen uns, darauf achtet sie sehr!):

Papierbild

Außerdem hab´ ich noch ein Regenbogen-farbiges Bild mit am Strand gefundenen Treibgut-Müll gebastelt, das der kleinen Dame so gefiel, dass sie fortan immer Regenbögen malen wollte (und Müll sammelte: mit Begeisterung). Unglaublich: auf unserer Rückfahrt nach Hause haben wir in der goldenen Abendsonne einen echten gesehen!

 

 

 

 

Auf einer Radtour zum wilden Nordstrand kamen wir an einer urzeitlichen Grabanlage vorbei. Uralte Steine – zum so genannten „Hünenbett“ gelegt. In deren Mitte eine riesige, knorrige Wächterin: Weißdorn.

 

 

 

 

 

 

 

Erinnerung an die südenglischen Steinkreise, die mich mal so beeindruckt haben.

Im winzigen in eine kleine Bucht gebetteten Fischerdorf Vitt kamen wir mit den Fahrrädern erst an, als die Touristenströme schon wieder abgezogen waren. Im Abendlicht verweilten wir am stillen kleinen Hafen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick auf den Leuchtturm von Kap Arkona.

Die kleine Dame hatte sich wochenlang auf den Königsstuhl gefreut – keine Ahnung, was sie sich vorstellte, aber nachdem wir es ihr häufig gesagt hatten, hörte ich sie eines Tages ihren Puppen erklären: der Königsstuhl ist ein Felsen!

Kleine Dame am Königsstuhl

Blick die wirklich steilen Kliffabbrüche hinab auf die winzigen Menschen unten am Strand…

Kunst mit Durchblick auf Hiddensee…

 

 

 

 

 

 

 

BoddenblickBlick über eines der vielen Boddengewässer

 

 

 

Die Meerkiefer an „unserem“ Strand rundet ihre Arme

 

 

Und in unserem verschlafenen Urlaubsnest hängen Sinn-Spruch-Schilder. Diese Zeilen begleiten mich diesmal nach Hause – und vielleicht sagen sie ja auch Euch ´was:

SchildDanke fürs Lesen und eine schöne Frühlings- und Nachosterzeit!