Archiv der Kategorie: Gebastel und Gepinsel

Zurück von der Insel

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Schmeichelstein

Wieder zurück von der großen Insel ist mein Kopf voller Bilder. Sie ist frühlingshaft, jetzt. Nicht nur Meer mit Wellen und Wind, Sand, Steinen und Holz, auch Bäume und Blumen waren überall präsent.

Strand:

Strandbilder

Verwittertes Holz am Meer  – die Buchen fallen mit den Kliffabbrüchen an den Strand hinunter und werden von Wasser, Salz und Wind grau-silbern. Die Muster und Linien im Holz werden wichtig und vor allem am Holz der Wurzeln bizarr.

Strandhölzer I

Strandholz II

Die alten Buchenwälder werden dort jetzt mit einem wirklich gelungenen und tollen Naturerbe-Zentrum gefeiert – samt Baumwipfelpfad und einem architektonisch unglaublichen Holzturm – und das alles barrierefrei. Über den Höhenpfad mit kleinen Kletterherausforderungen (optional)…

Naturerbezentrum Rügen Baumwipfelpfad Kletterspiele

 

 

 

 

 

 

 

gelangen wir zu diesem Turm – ohne Stufen, mit angenehm allmählicher Steigung, luftig, hölzern-fest und flexibel wie ein Baum. Von oben wunderbarste Aussicht auf Meer, Bodden, den fürchterlichen Koloss von Prora – ein Relikt des nationalsozialistischen Größenwahns, der jetzt schon lange im Wandel ist – und auf, natürlich, die Alten Buchenwälder. Ja, mit großem A, so schreibt man es auf Rügen respektvoll. Quasi als Eigenname, seit es in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Naturerbezentrum Turm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Naturerbezentrum Rügen 2

 

 

 

 

 

 

Der hölzern-stählernde Turm windet sich um eine schmale Buche herum. In jedem Stockwerk trifft man auf ein Vogelnest-Modell – ein Hinweis darauf, dass jede Vogelart eine bestimmt Höhe braucht, um Nistplätze zu finden.

Und die Wälder sind licht und voller Leben – wirklich Grund, sie so zu feiern.

Buchenstämme

Hier gucken Buschwindröschen über die Kante hinab aufs Meer, Moose breiten sich aus, an vielen, vielen Bäumen tummeln sich Weinbergschnecken aller Größen und der Sauerklee blüht:

Buchenwald nah

Uns hat der wunderbare, weite Spaziergang oben an der Steilküste der Kreidefelsen entlang durch den Wald jedenfalls ganz vergnügt werden lassen und ich malte mit einem gefundenen, weichen Kreidestück lauter alberne Sachen an Bäume und Steine…

an alle Schneckenbäume eine Schnecke…

Schneckenbaum

 

umfalltStein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, und wir haben uns auch darüber hinaus kreativ ausgetobt – natürlich weniger als gewollt (immerhin hatte ich einen ganzen kleinen Trolley voller Papiere, Farben, Blöcke… mitgenommen). Eine kleine Auswahl der Produkte:

Angebot einer Touristenbibliothek an Kinder – Strandbilder basteln – mit vorher von uns gesammelten Fundstücken. Wir also hin (weiter Weg) und es hat uns viel Spaß gemacht, die kleine Dame beim Kreieren zu beobachten und ihr zu assistieren. Sehr fein: die hatten dort Glitzerglassteine als Zusatz…Mädchentraum!

Strandbild

Ungewöhnliche Zeichen- und Malgründe:

 

Zeichnen

Wasserfarben auf Füßen

Falten nach einem antiken Buch, das ich von meiner Großmutter geerbt hatte, „Die Fröbelschen Beschäftigungen: das Falten“. Die Prototypen habe ich nachts gebastelt, in Druckbuchstaben beschriftet (das kann die kleine Dame nämlich schon lesen) und mit (ebenfalls mitgebrachtem) washitape an die Wänder der Ferienwohnung gepappt (sorry, Vermieterin, aber es ist „rückstandslos entfernbar“ – das hat wirklich geklappt!). In den nächsten Tagen haben wir dann Vieles zusammen nachgefaltet – bis die kleine Dame eine eigene Faltform entwickelte: den Hund (Gesicht ist in gelb aufgemalt, sehr süß, hier leider nicht gut zu erkennen)!

 

Fröbelsche Beschäftigungen Faltender Hund

 

 

 

 

 

Und mein Scherenschnitt-Kollage-Portrait unserer Regenbogenfamilie im Urlaub (am Hochufer) – entstanden am Tag des 9-jährigen Zusammenseins mit der Liebsten (das nur so zu Erklärung, in Wirklichkeit sitzt die kleine Dame nämlich meistens zwischen uns, darauf achtet sie sehr!):

Papierbild

Außerdem hab´ ich noch ein Regenbogen-farbiges Bild mit am Strand gefundenen Treibgut-Müll gebastelt, das der kleinen Dame so gefiel, dass sie fortan immer Regenbögen malen wollte (und Müll sammelte: mit Begeisterung). Unglaublich: auf unserer Rückfahrt nach Hause haben wir in der goldenen Abendsonne einen echten gesehen!

 

 

 

 

Auf einer Radtour zum wilden Nordstrand kamen wir an einer urzeitlichen Grabanlage vorbei. Uralte Steine – zum so genannten „Hünenbett“ gelegt. In deren Mitte eine riesige, knorrige Wächterin: Weißdorn.

 

 

 

 

 

 

 

Erinnerung an die südenglischen Steinkreise, die mich mal so beeindruckt haben.

Im winzigen in eine kleine Bucht gebetteten Fischerdorf Vitt kamen wir mit den Fahrrädern erst an, als die Touristenströme schon wieder abgezogen waren. Im Abendlicht verweilten wir am stillen kleinen Hafen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick auf den Leuchtturm von Kap Arkona.

Die kleine Dame hatte sich wochenlang auf den Königsstuhl gefreut – keine Ahnung, was sie sich vorstellte, aber nachdem wir es ihr häufig gesagt hatten, hörte ich sie eines Tages ihren Puppen erklären: der Königsstuhl ist ein Felsen!

Kleine Dame am Königsstuhl

Blick die wirklich steilen Kliffabbrüche hinab auf die winzigen Menschen unten am Strand…

Kunst mit Durchblick auf Hiddensee…

 

 

 

 

 

 

 

BoddenblickBlick über eines der vielen Boddengewässer

 

 

 

Die Meerkiefer an „unserem“ Strand rundet ihre Arme

 

 

Und in unserem verschlafenen Urlaubsnest hängen Sinn-Spruch-Schilder. Diese Zeilen begleiten mich diesmal nach Hause – und vielleicht sagen sie ja auch Euch ´was:

SchildDanke fürs Lesen und eine schöne Frühlings- und Nachosterzeit!

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Wieder zuhause & Paulines 5. Geburtstag

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Zuhause begrüßte uns die vorher schon installierte Osterdeko und sogar die Hasentroschkas hatte ich zuvor schon in eine Hasenfamilie verwandelt, nach schon gezeigtem Washitape Ohrenprinzip auf mit Tafellack bemalten Matroschkas.

Hasentroschkas vermehrt

Kekse Backen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Große Ereignisse werfen ihre Strahlen voraus: schon in der Ferienwohnung haben die Liebste, die kleine Dame und ich die Backlöffel geschwungen und einen Geburtstagkuchen und Kekse (diese aber auch für Ostern) gebacken .

 

 

 

Denn die große Schwester der kleinen Dame, unsere erste Tochter Pauline, wäre gestern fünf Jahre alt geworden. Für uns ist sie ein Sonnenkind, obwohl sie offiziell in die Gruppe der Sternenkinder gehört. Und jedes Jahr feiern wir ihren Geburtstag, der auch ihr Todestag war.

 

 

Dass das schon fünf Jahre her ist und wir nach den Hoffnungen und Erwartungen, die wir hatten, eigentlich auch ein großes Kindergartenmädchen hier herumspringen hätten, das kann ich manchmal immer noch nicht fassen.

Gedenktisch Detail

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier der Kaffeetisch, den wir diesmal nicht groß wie sonst, sondern eher klein umrundet hatten: nur mit Omi und Opi und uns.

 

 

Und abends fahren wir jedes Jahr Narzissen spazieren und stellen sie den drei Frauen vor die Türen, die für uns an dem Tag von Paulines Geburt und Abschied präsent und sehr wichtig gewesen sind.

Verschenkblumen Paulines 5. Geburtstag

Was tun im sturmumtosten Urlaub?

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Was man bei einem Drinnen-Urlaub machen kann:

mit Hilfe einer (zufällig) mitgebrachten Scherenschnittschere aus dem (im Lübecker Kruscht-Supermärktchen „Tiger“) auf der Hinfahrt erstandenen schönen Papier Sachen ausschneiden und die Ferienwohnungswände damit vollpflastern.

Oster-Scherenschnitte klein

Dazu das Papier vier mal falten, auf eine Rückseite ein Motiv frei aufmalen, auf Verbindungsstege achten und dann schnipseln. Zum Schluss vorsichtig auffalten und über die Minigirlande freuen!

Oster-Scherenschnitte

Oster-Scherenschnitte Rückseite

 

 

 

 

 

Hier einmal die Vorder und einmal die Rückseite durch die Glastür gesehen.

Fritzes auf den Sofa mit FamilienportraitUnd auch die Fritzes haben ein Familienportrait in Scherenschnitt bekommen – ein Vorostertänzchen mit ein paar Kumpels.

Und man kann sich an den (am zweiten Urlaubstag noch in Sonne aber schon im kalten Wind) ergatterten Flohmarktschätzen freuen: frühlingsgrüne historische Puddingform mit Ente (natürlich fand die kleine Dame den Entenpudding ziemlich gut; dass ich das vorher wusste diente als gute Rechtfertigung für den Kauf)

Puddingform Ente

Und einen Puppenschlitten, bei dem Wetter noch gut zu gebrauchen, hier auf unserem Ferien-Balkon genutzt von der kleinen Waldorfpuppe Nr. I.

Puppenschlitten

 

 

 

Oder man verlässt doch mal die Bude und macht eine Fahrt mit der historischen Dampflok… Der „rasende Roland“ fuhr die kleine Dame und mich unter romantischen Getute und Gestampfe und unter Produktion beeindruckender Rauchschwaden („Ich sehe Wolken!“) quer duch die Schneelandschaft. Die Liebste brachte uns zum Bahnhöfchen und holte uns einige Orte weiter wieder ab, toller Service!

 

Dieser fröhliche Zug ist um die Osterzeit sogar von innen mit ausgeschnittenen Hasen und Ostereiern dekoriert. So wussten wir auch gleich, dass es bald Ostern wird, wenn auch der Blick nach draußen Nichts davon ahnen ließ.

Winterurlaub an der Ostsee

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Die ersten zwei Tage hier auf der schönen Insel gab es die Sonne noch – wenn auch mit viel kaltem Wind. Vom Schnee vergangener Tage war noch einiges übrig, aber auch schon ´ne Menge weggetaut.

 

 

 

 

 

 

 

Aber dann kam der Schnee: 40 cm Neuschnee, Sturm und horizontal an den Fenstern der Ferienwohnung vorbeirasende Schneeflocken und auf den Straßen überall, wo der Seewind ungehindert darüberstürmen konnte, mir bisher unbekannte Schneewehenausmaße. Ohne beständigen Einsatz von Räumfahrzeugen wären die Straßen schnell nicht mehr zu passieren gewesen. Drei Tage lang. Drinnen war es saugemütlich und mit diesem Traumblick gut auszuhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Draußen sein quittierte die kleine Dame mit sofortigem Weinen, nicht wegen Schnee, den sie mag (auch essen, grmpf), sondern wegen des Windes, der den Atem nahm.

Und weil uns bei aller Gemütlichkeit doch die Decke auf den Kopf fiel, haben wir einen witzigen Ort aufgesucht: die größte weltweite Kaffeekannensammlung

Kaffeekannen-Massen-Aufkommen

 

 

 

 

 

 

Kaffeekannenvielfalt

 

 

 

 

 

(hier mein Spezialfund, Mitte oben, ich hab´ ein passendes Zucker- und Milch-Paar – mal geschenkt bekommen, vor laanger Zeit und noch nie etwas Verwandtes gesehen)

und – unter gleichem Dach – ein Tobeland, das das Klein-Damen-Highlight des Urlaubs geworden ist.

Tobeland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber wir haben es uns auch drinnen gut gehen lassen. Mit Lesen (endlich mal wieder), Kneten für die kleine Dame, Steine vom Strand anmalen und den lange schon gehäkelten Traktor endlich auf ein passendes Shirt genäht. Außerdem noch mehr Häkeln… aber dazu später mehr.

Häkeltraktor

Langarmshirt mit Häkeltraktor

upcycling T-Shirt (die Zweite) und Kein-Ohr-Hasentroschkas

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Wieder so ein geliebtes aber zu klein gewordenes T-Shirt. Viel zu schade zum Weggeben. Was ´draus machen und dabei upcyclen, mit Häkel-Gedöns daran:

upcycling T-Shirt zuschneiden

Hier geht´s ans Zerschnipseln. Mit einem Tunika-Schnitt für die kleine Dame, den Körper und die Ärmel mache ich dabei ein bißchen weiter, damit es auch bequem über Langarmshirts passt.

 

 

 

gehäkelter Kragen

 

 

 

Dazu ein eingenähter gehäkelter Kragenabschluss: eine Luftmaschenreihe, eine Reihe feste Maschen darauf und dann noch eine, bei der in jede siebte Masche zwei feste gehäkelt werden, also zugenommen, damit das Band sich rundet. Die weitere Seite zum T-Shirt hin annähen.

 

 

Und aufgenähte Häkelkreise als Taschen. Einfach die oberen 2/5-tel nicht zunähen. Wie Kreise gehäkelt werden, kann man googeln. Ich hab´s mehr frei Schnauze gemacht – inclusive wieder aufribbeln einiger Fortschritte.

 

 

 

 

 

Und dann: Tadaaa…

upcycling T-Shirt türkis

Die fertige Tunika. Die kleine Dame mag sie sehr gern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, nun eine Frühlingsschnapsidee. Die mit Tafellack bemalten Matroschkas hatten bis heute noch ihre Weihnachtsbemalung, ähäm. Nu also abgeputzt und mit der kleinen Dame (größtes Werk) die Osterbemalung aufgetragen.

Frühjahrstroschka

Hasentroschka

 

 

 

Leider sind die zwei kleinsten aber Keinohrhasen. Ich muss mir noch was ausdenken, wie ich wieder ablösbare Hasenohren machen kann… Vielleicht Washitape? Mal sehen.

 

 

 

Und hier gibt es mehr zum upcycling-Dienstag und zum Creadienstag.

 

 

Und noch ein Nachtrag: Die kleinen Hasen sind tatsächlich – mit Hilfe von Washitape – noch zu Ohr-Hasen-Troschkas geworden:

Ohrhasenmatrioschkas

Puppe Nr. 2: eine große Waldorfpuppe

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Eine solche ist – schon zu Weihnachten – aus meinen und den Händen der Liebsten für die kleine Dame geschlüpft. Und das haben wir sogar zugegeben (der Weihnachtsmann und auch das Christkind können ja nicht Alles ganz alleine schaffen).

Viele, auch nächtliche, Stunden an der Nähmaschine und mit Nadel und Faden auf der Recamiere haben wir verbracht. Dann noch viele Stunden mit Haarwolle, Nadel und Faden, weil ich die Haare alle einzeln angenäht habe…

Waldorfpuppe selber machen

Als sie schon verschenkt war, habe ich doch noch etwas an ihr herumgeändert ( das ist glaube ich ein waldörfisches No-Go), z.B. die Füße etwas geformt und die Frisur vollendet, dem Mund ein lieberes Lächeln und den Wangen das Rot gezaubert.

Die Liebste hatte aber schon ganz pünktlich das outfit genäht und die Freude war groß. Und die kleine Dame hat die Puppe, nach einigen wilden Namensversuchen dann doch endlich auf einen schönen Phantasienamen getauft.

Waldorfpuppe Kopf

Puppenstrumpfhose: im upcycling-Sinne habe ich eine an den Knien löchrig gewordene Strumpfhose der kleinen Dame erst über den Löchern abgeschnitten, dann beide Beine seitlich enger- und an den Füßen rundlich zugenäht, so dass das Rotzöpfchen auch gut für den Winter gerüstet war. Beinemäßig.

Puppe 2 mit Stumpfhose

Puppenstrumpfhose aus alter Kinderstrumpfhose

Einen langärmligen Pullover hat sie nämlich immer noch nicht. Aber da die kleine Dame sich um jahreszeitenbedingte Temperaturextreme wenig schert und ihre Puppen nach wie vor am liebsten unbekleidet um sich hat, ist das auch egal. Noch.

Wolle machen! Aus T-Shirts: Upcycling Dienstag

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Ich habe Häkelwolle gemacht. Aus uralten T-Shirts. Wenn man die Ärmel vorher auch noch zunäht ist der verwendbare Schlauch sogar noch länger. Die Anleitung, genial einfach, habe ich hier her.

Jerseygarn selber machen

 

Jersey-Garn-Knäuel-Planet

 

 

 

 

 

Das hier sieht aus wie ein Garn-Planet vorm Teppichuniversum.

T-Shirt-Garn

 

T-Shirt-Garn

Das soll mal ein Badezimmerteppich werden. Fortschritte demnächst hier. Die Liebste ist auch im Häkeljerseygarnprojekteerfindungsfieber.

Andere up-cycling-Projekte wie immer bei www.zepideh.blogspot.de.