Archiv der Kategorie: Flohmarktschätze

Was tun im sturmumtosten Urlaub?

Standard

Was man bei einem Drinnen-Urlaub machen kann:

mit Hilfe einer (zufällig) mitgebrachten Scherenschnittschere aus dem (im Lübecker Kruscht-Supermärktchen „Tiger“) auf der Hinfahrt erstandenen schönen Papier Sachen ausschneiden und die Ferienwohnungswände damit vollpflastern.

Oster-Scherenschnitte klein

Dazu das Papier vier mal falten, auf eine Rückseite ein Motiv frei aufmalen, auf Verbindungsstege achten und dann schnipseln. Zum Schluss vorsichtig auffalten und über die Minigirlande freuen!

Oster-Scherenschnitte

Oster-Scherenschnitte Rückseite

 

 

 

 

 

Hier einmal die Vorder und einmal die Rückseite durch die Glastür gesehen.

Fritzes auf den Sofa mit FamilienportraitUnd auch die Fritzes haben ein Familienportrait in Scherenschnitt bekommen – ein Vorostertänzchen mit ein paar Kumpels.

Und man kann sich an den (am zweiten Urlaubstag noch in Sonne aber schon im kalten Wind) ergatterten Flohmarktschätzen freuen: frühlingsgrüne historische Puddingform mit Ente (natürlich fand die kleine Dame den Entenpudding ziemlich gut; dass ich das vorher wusste diente als gute Rechtfertigung für den Kauf)

Puddingform Ente

Und einen Puppenschlitten, bei dem Wetter noch gut zu gebrauchen, hier auf unserem Ferien-Balkon genutzt von der kleinen Waldorfpuppe Nr. I.

Puppenschlitten

 

 

 

Oder man verlässt doch mal die Bude und macht eine Fahrt mit der historischen Dampflok… Der „rasende Roland“ fuhr die kleine Dame und mich unter romantischen Getute und Gestampfe und unter Produktion beeindruckender Rauchschwaden („Ich sehe Wolken!“) quer duch die Schneelandschaft. Die Liebste brachte uns zum Bahnhöfchen und holte uns einige Orte weiter wieder ab, toller Service!

 

Dieser fröhliche Zug ist um die Osterzeit sogar von innen mit ausgeschnittenen Hasen und Ostereiern dekoriert. So wussten wir auch gleich, dass es bald Ostern wird, wenn auch der Blick nach draußen Nichts davon ahnen ließ.

Winterurlaub an der Ostsee

Standard

Die ersten zwei Tage hier auf der schönen Insel gab es die Sonne noch – wenn auch mit viel kaltem Wind. Vom Schnee vergangener Tage war noch einiges übrig, aber auch schon ´ne Menge weggetaut.

 

 

 

 

 

 

 

Aber dann kam der Schnee: 40 cm Neuschnee, Sturm und horizontal an den Fenstern der Ferienwohnung vorbeirasende Schneeflocken und auf den Straßen überall, wo der Seewind ungehindert darüberstürmen konnte, mir bisher unbekannte Schneewehenausmaße. Ohne beständigen Einsatz von Räumfahrzeugen wären die Straßen schnell nicht mehr zu passieren gewesen. Drei Tage lang. Drinnen war es saugemütlich und mit diesem Traumblick gut auszuhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Draußen sein quittierte die kleine Dame mit sofortigem Weinen, nicht wegen Schnee, den sie mag (auch essen, grmpf), sondern wegen des Windes, der den Atem nahm.

Und weil uns bei aller Gemütlichkeit doch die Decke auf den Kopf fiel, haben wir einen witzigen Ort aufgesucht: die größte weltweite Kaffeekannensammlung

Kaffeekannen-Massen-Aufkommen

 

 

 

 

 

 

Kaffeekannenvielfalt

 

 

 

 

 

(hier mein Spezialfund, Mitte oben, ich hab´ ein passendes Zucker- und Milch-Paar – mal geschenkt bekommen, vor laanger Zeit und noch nie etwas Verwandtes gesehen)

und – unter gleichem Dach – ein Tobeland, das das Klein-Damen-Highlight des Urlaubs geworden ist.

Tobeland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber wir haben es uns auch drinnen gut gehen lassen. Mit Lesen (endlich mal wieder), Kneten für die kleine Dame, Steine vom Strand anmalen und den lange schon gehäkelten Traktor endlich auf ein passendes Shirt genäht. Außerdem noch mehr Häkeln… aber dazu später mehr.

Häkeltraktor

Langarmshirt mit Häkeltraktor

Noch mehr Hasen …

Standard

Alle Hasen heißen Fritze, bei uns, das ist ja aus vorletztem Artikel schon bekannt. Hier noch ein paar Portraits:

 

Hasen in der Reihe

Fritze 2, Fritze 1, Fritze 3 (auch manchmal Peter genannt) und Fritze 4.

2 Hasen 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem gibts bei uns sei Neuestem einen Schlossbaukasten, eigentlich natürlich für die kleine Dame, aber ich konnte mich nicht zurückhalten:

Schlossbaukasten

Frühling im Zimmer – immerhin!

Standard

Ein paar Tage war der Frühling da – Sonne draußen und im Zimmer – und nun isser schon wieder weg.Da hilft ein bisschen Frühlingsdeko, auch gegen´s Decke-auf-den-Kopf-fallen (weil die Grippe immernoch da ist).

Frühlingskinder alle

Frühlingskinder. Aus dem Erzgebirge und schon alt. Hier noch mit einer Prise Sonnenlicht.

Frühlingskinder4

Frühlingskinder3

Weidenkätzchen, Schneeglöcken, Märzenbecher und Himmelsschlüsselchen. Mindestens Zweitere schaukeln draußen im leichten Wind. Für morgen ist 40 cm Neuschnee angesagt. Nicht zu fassen, nach dem warmen Frühlingswetter.

Schönen Tag, Euch!

Gemüse milchsauer einlegen…

Standard

Heute abend konnte ich – als Abschluss eines lang gewünschten Projektes – Wasser in die Wasserrinne des Gärtopfes, auch „Wasserschloss“ genannt, gießen. Und das kam so:

An einem warmen Septembertag auf einem sehr schönen Straßenflohmarkt in einem kleinen Dorf habe ich einen sauschweren, schönen Sauerkrauttopf inclusive zugehöriger Beschwerungssteine erstanden. Wie sich herausstellte vom Imker unseres Nachbarortes. Die kleine Dame musste zu Fuß zum Auto zurücklaufen, weil der Sauerkraut-Gärtopf den Buggy brauchte um den Weg zu schaffen…

Also, diese Woche, mit kleiner Dame im zurückeroberten Buggy, auf dem Wochenmarkt: 3 dicke Kohlköppe, 2 auch dicke Gemüsezwiebeln und ein Stück Meerettichwurzel erstanden. Von einer Freundin hatten wir vier – schon wieder dicke – rote Beete geschenkt bekommen  zwei Kilo Möhren waren noch zuhause, ebenso wie Salz (pro Kilo Gemüse so 10-15 g) und Wachholderbeeren, leicht angedrückt, damit das Aroma ´raus kann und gemahlene Dillsaat (aus einem alten Gewürzdöschen, das ich noch hatte). Einiges an Geraspel hat meine wunderbare alte „Jupiter“ Gemüseraffel-Maschine gemacht. Aber  beim Kraut hobeln mussten wir selber ´ran. Geht ganz schön in die Bizepse. Und macht Spaß, auf dem alten Kohlhobel meiner Großmutter. Hier ist die Liebste in Aktion.

Alles im Garten zurechgestellt…

so einige Zentimeter von Allem in den Gärtopf eingefüllt, Salz drüber und losgestampft. Wegen des roten Saftes mit diesen komischen, immer zu eng sitzenden Einweghandschuhen an den Händen (einmal vorher Händewaschen mit Handschuhen, um sie ganz sauber zu machen von irgendwelchen Trennmittelpudern oder so).

Rosaroter saftiger „Eintopf“ mit vielen Bläschen, die man im Topf knistern hört, wenn man das Ohr hinhält. Wenn viel Saft da ist: eine neue Lage einfüllen. Die kleine Dame hilft mit:

Das Einstampfen in den Topf ist anstrengend, wir wechseln uns ab. Aber durch die verschiedenen Gemüse dauert es nicht sooo lange, bis genug Saft herausgepresst ist.

Schließlich ist genug Saft da, ich decke alles mit ein paar ganzen Kohlblättern ab  und lege die Beschwerungssteine drauf. Später kommen die Kohlblätter nochmal raus, die Möhrenraspeln dazu, die Blätter wieder ´drauf, ebenso die Steine und dann ist richtig viel Saft da. Die Steine sind abgetaucht:

Werk vollendet. Jetzt zwei-drei Wochen ins Wohnzimmer, schön warm, und auf das gemütliche Blubb-Geräusch warten, wenn die Gärgase den im Wasserschloss liegenden Deckel anheben.

Sauerkraut-Tagwerk getan. Herbstabend genießen. Das sooo schöne Backhäuschen hinter der Scheune bewundern, das sich im Herbst immer das atemberaubende rote Schleierkleid überwirft.

Fragefotofreitag

Standard

Fünf Fragen denkt sich http://www.OhhhMhhh.de aus und veröffentlicht den Aufruf, sie mit Fotos zu beantworten. Und das jeden Freitag. Da mach´ ich mal mit:

1.) Hat jemand anderes gekauft, finde ich aber auch schön?

Die unsäglichen aber nostalgischen Flohmarktfund-Zwergelis der Liebsten.
2.) Klingt gut?

Musik von Clara Schumann!!!

3.) Ein Buch, das ich nicht mehr weiterlesen mag?

Mal für den letzten Ostseeurlaub geliehen bekommen, angefangen und als zu langatmig (oder sowas) empfunden und nach dem Urlaub auch keine Lust mehr aufs Weiterlesen gehabt.

4.) Welche Farbe ändert meine Laune?

Ringelblumen-Orange-Gelb hebt sie! Und beglückt!

5.) Meine liebste Uhrzeit?

„Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung“ (,ein Buch, das ich mal zuende gelesen habe).

Und es ist die Zeit, zu der ich, wenn ich nicht mal wieder zur Unzeit Schlafen gegangen bin, ganz von selber aufwache (also, wenn das abgebildete Vogeldings da oben nicht piepst), der Tag neu und frisch vor mir liegt und der Tatendrang so langsam in den Gliedern aufwacht. Am schönsten, wenn dann grade die Sonne aufgeht oder ins Zimmer spingst.

„Johannibeer-Kuku“, sonntagssüß !

Standard

Sonntagssüßer Obstkuchen

Der Johannisbeerkuchen, der eigentlich ein Rhabarberkuchen ist und vielleicht auch mal ein Sauerkirsch- oder Stachelbeerkuchen werden könnte, ist fertig und sieht so aus:

 

hier das Rezept

Belag: 750 g Rhabarber (so ungefähr), in Stückchen geschnitten (ca. 3 cm lang) oder anderes saures, ungesüßtes Obst

Teig: 85 g Butter, 85 g Zucker, 1 P. Vanillezucker, 1 Prise Salz, 2 Eier, 150 g Mehl, 1,5 TL Backpulver, 2,5 EL Milch oder Sahne, Butter zum Einfetten der Springform

Baiser: 4 Eiweiß, 175 g Zucker, 50 g feine Kokosraspeln

Butter, Zucker, Salz und Vanillezucker schaumig rühren, nach und nach die beiden Eier unterrühren. Das mit Backpulver gemischte Mehl abwechselnd mit der Milch oder Sahne in die Masse rühren. Den Teig in der gefetteten Springform verteilen und glattstreichen, das Obst darauf verteilen.

Im Ofen bei 175 Grad (vorgeheizt) 20 Minuten vorbacken. (Danach kann man den Kuchen auch einfrieren und das Fertigbacken kurz vor dem Futtern-Wollen erledigen.)

4 Eiweiße steifschlagen, den Zucker dann nach und nach unterschlagen und die Kokosraspeln anschließend unterheben. Auf dem Kuchen verteilen, kleine Spitzen hochziehen unud den Kuchen bei 175 Grad 15-20 Minuten fertigbacken.

(Wenn man mehr Obst hat, einfach doppelte Menge des Teiges nehmen und evt. auf einem Backblech backen oder auch in einer Springform vorbacken, dann aber länger als 20 Minuten.)

Auskühlen lassen und genießen!

P.S.: das beste an diesem Kuchen ist – neben dem Geschmack –  dieses unsagbar traumhafte Geräusch, wenn man mit dem Messer oder der Gabel durch die knusprig-manschig-luftige Baiser-Haube fährt. Genau zuhören!!!!

Außerdem hab ich heute beim Flussufer-Flohmarkt, nach strömenden Regengüssen ein schönes Schnäppchen für unser Küchengeschirr gemacht. Lange gesucht, weil wir Alles hatten außer Tassen. Nun können wir also ganz nostalgie-mäßig sonntagssüß Tee oder Kaffee trinken…